SKU (Artikelnummer)
Eine SKU (Stock Keeping Unit) ist ein eindeutiger Code, den ein Shop jeder verkaufbaren Produktvariante gibt, um Bestand, Verkäufe und Nachbestellungen genau zu verfolgen.
Was ist eine SKU?
Eine SKU, kurz für Stock Keeping Unit, ist ein interner Code, der genau einen Artikel identifiziert, den du verkaufst. Jede Variante bekommt meist eine eigene SKU, sodass ein T-Shirt in Schwarz, Größe M, eine andere SKU hat als dasselbe Shirt in Weiß, Größe L. SKUs werden vom Shop selbst vergeben, nicht nach einem globalen Standard, du kannst sie also passend zu deinem Geschäft gestalten. Für einen Onlineshop sind SKUs wichtig, weil sie Bestandszahlen, Auftragsabwicklung, Nachbestellungen beim Lieferanten und Verkaufsberichte genau halten. Ohne klare SKUs kommissionieren Lager falsche Artikel und Berichte vermischen Varianten.
So funktionieren SKUs
Du gibst jeder Variante einen kurzen, beschreibenden Code, oft aus Teilen wie Produkttyp, Modell, Farbe und Größe aufgebaut. Ein Hoodie in Navy, Größe L, könnte zum Beispiel die SKU HD-NAV-L bekommen, derselbe Hoodie in Grau, Größe S, wird zu HD-GRY-S. Geht eine Bestellung ein, kommissioniert das Lager nach SKU, und dein Shop zieht den Bestand von genau dieser Variante ab. Verkaufsberichte nach SKU zeigen dann, welche Farben und Größen sich am besten verkaufen, sodass du den richtigen Mix nachbestellst, statt zu raten. Klare Codes beschleunigen auch Retouren, Inventuren und Nachbestellungen, weil alle denselben Artikel gleich bezeichnen.
Wann du sie einsetzen solltest
Nutze SKUs, sobald du Bestand hältst oder mehr als ein paar Varianten verkaufst. Sie sind unverzichtbar, wenn du mit einem Lager oder Fulfillment-Partner arbeitest, auf mehreren Kanälen verkaufst oder bei Lieferanten nachbestellst. Die Vorteile sind weniger Kommissionierfehler, genaue Bestände und klare Verkaufsdaten pro Variante. Die Nachteile sind gering, vor allem der Aufwand, ein konsistentes Schema aufzusetzen und es sauber zu halten, während dein Sortiment wächst. Ein chaotisches oder inkonsistentes SKU-System kann so viele Probleme verursachen wie gar keins, lege das Format daher früh fest.
Best Practices
Halte SKUs kurz, lesbar und konsistent und nutze immer dieselbe Reihenfolge der Bestandteile, etwa Produkt, Farbe, dann Größe. Verwende nur Buchstaben, Zahlen und Bindestriche und vermeide verwechselbare Zeichen wie den Buchstaben O und die Ziffer Null. Beginne SKUs nicht mit einer Null, denn Tabellenkalkulationen entfernen sie oft. Verwende eine SKU nie für ein anderes Produkt wieder, auch nicht nach dem Auslaufen eines Artikels. Gib jeder Variante eine eigene SKU und hinterlege sie in deinem Shop, deinem Lagersystem und deinen Lieferantenbestellungen, damit alle Systeme übereinstimmen. Ein kurzer schriftlicher Leitfaden hält alle beim selben Format.
SKU vs. UPC
Eine SKU ist ein interner Code, den ein Shop für sein eigenes Tracking erstellt, und dasselbe Produkt kann bei verschiedenen Händlern unterschiedliche SKUs haben. Ein UPC, kurz für Universal Product Code, ist eine standardisierte Barcode-Nummer, die über eine offizielle Stelle registriert und weltweit von Händlern und Marktplätzen genutzt wird. Eine Produktvariante hat überall, wo sie verkauft wird, denselben UPC. Shops nutzen oft beides: die SKU für den internen Bestand und den UPC zum Scannen im Handel oder für Listings auf Marktplätzen, die ihn verlangen. Deine SKU ist der Code, den dein Team täglich nutzt, der UPC der Code, den die Außenwelt scannt und prüft.
Fragen
- Braucht jede Produktvariante eine eigene SKU?
- Ja, wenn du einen genauen Bestand willst. Jede Größe, Farbe oder jedes Material, das du separat lagerst, sollte eine eigene SKU haben, damit Bestand, Bestellungen und Verkaufsberichte die exakte Variante erfassen.
- Kann ich mir meine SKUs selbst ausdenken?
- Ja. SKUs sind interne Codes, du kannst also jedes Format wählen, das zu deinem Sortiment passt. Halte sie kurz, konsistent und eindeutig und verwende alte Codes nicht für neue Produkte wieder.
Verwandte Begriffe
- ProduktvarianteEine Produktvariante ist eine bestimmte Ausführung eines Produkts, etwa eine Größe, Farbe oder ein Material, mit eigenem Preis, eigenem Bestand und eigener SKU.
- Nachbestellung (Backorder)Eine Backorder ist eine Bestellung für ein ausverkauftes Produkt, die der Shop jetzt annimmt und versendet, sobald neuer Bestand eintrifft.
- Mindestbestellmenge (MOQ)Die MOQ (Minimum Order Quantity, Mindestbestellmenge) ist die kleinste Stückzahl, die ein Lieferant oder Hersteller in einer einzelnen Bestellung akzeptiert.
- Fulfillment (Auftragsabwicklung)Fulfillment ist der Prozess, eine Onlinebestellung zum Kunden zu bringen: Ware lagern, Artikel kommissionieren und verpacken, versenden und Retouren abwickeln.