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Nachbestellung (Backorder)

Eine Backorder ist eine Bestellung für ein ausverkauftes Produkt, die der Shop jetzt annimmt und versendet, sobald neuer Bestand eintrifft.

Was ist eine Backorder?

Eine Backorder entsteht, wenn ein Shop Kunden ein derzeit nicht vorrätiges Produkt kaufen lässt und verspricht, es zu versenden, sobald neue Ware eintrifft. Anders als ein ausverkauftes Produkt, das gar nicht kaufbar ist, bleibt ein Backorder-Produkt bestellbar. Für Onlineshops sind Backorders wichtig, weil ein Lieferengpass ein erfolgreiches Produkt – und seine Anzeigen – abrupt stoppen kann. Backorders zuzulassen, hält Umsatz und Momentum aufrecht, während du auf Nachschub wartest. Gut umgesetzt schützt das deinen Umsatz. Schlecht umgesetzt, mit unklaren Terminen oder langen Wartezeiten, führt es zu Beschwerden, Stornierungen, Erstattungen und sogar Chargebacks.

So funktioniert eine Backorder

Bei Shopify aktivierst du Backorders, indem du ein Produkt auch ohne Lagerbestand weiter verkaufen lässt. Der Bestand fällt dann unter null und zeigt, wie viele Einheiten noch geschuldet werden. Hast du zum Beispiel 0 Einheiten einer Jacke und 30 Kunden kaufen sie, zeigt der Bestand minus 30. Trifft eine Lieferung von 100 Jacken ein, gehen die ersten 30 an die Backorders und 70 bleiben für neue Bestellungen. In den meisten Setups wird der Kunde beim Checkout belastet, daher ist klare Kommunikation entscheidend. Die Produktseite sollte ein voraussichtliches Versanddatum nennen, und Käufer sollten Updates erhalten, wenn sich das Datum ändert.

Wann sich Backorders lohnen

Backorders sind sinnvoll, wenn die Nachfrage stark ist, ein Nachschubtermin bestätigt ist und die Wartezeit für deine Kunden zumutbar bleibt. Sie passen zu Produkten mit zuverlässigen Lieferanten, beliebten Artikeln in einem viralen Moment und saisonalen Launches. Die Vorteile sind gesicherter Umsatz, ununterbrochene Werbekampagnen und frühe Liquidität, mit der du die nächste Warenbestellung finanzieren kannst. Die Risiken sind enttäuschte Kunden, wenn der Lieferant sich verspätet, zusätzliche Support-Anfragen sowie höhere Erstattungs- und Chargeback-Quoten. Hast du keinen festen Nachschubtermin, ist es meist sicherer, das Produkt als ausverkauft anzuzeigen und E-Mail-Anmeldungen für eine Wieder-verfügbar-Benachrichtigung zu sammeln.

Best Practices für Backorders

Zeige auf der Produktseite und im Warenkorb einen klaren Hinweis, etwa „Versand in ca. drei Wochen“, damit niemand überrascht wird. Wiederhole das voraussichtliche Datum in der Bestellbestätigung. Versprich nur Termine, die dein Lieferant bestätigt hat, und plane einen kleinen Puffer ein. Schick ein kurzes Update, wenn sich etwas ändert, und biete allen, die nicht mehr warten wollen, eine einfache Stornierung mit voller Erstattung an. Versende Backorders zuerst, wenn Ware eintrifft, in der Reihenfolge ihres Eingangs. Beachte die Regeln deines Zahlungsanbieters zu langen Zeiträumen zwischen Belastung und Versand, denn lange Wartezeiten können das Dispute-Risiko erhöhen.

Backorder vs. Vorbestellung

Eine Backorder betrifft ein Produkt, das bereits existiert und vorrätig war, aber vorübergehend ausverkauft ist. Eine Vorbestellung (Pre-Order) betrifft ein Produkt, das noch nicht gelauncht oder produziert wurde und vor dem Erscheinungstermin verkauft wird. Das Kundenerlebnis ist ähnlich, da in beiden Fällen jetzt bezahlt und dann gewartet wird, doch die Botschaft unterscheidet sich. Backorders sagen: Der Artikel ist bald wieder da. Vorbestellungen sagen: Sei unter den Ersten, die etwas Neues bekommen. Vorbestellungen werden oft genutzt, um Nachfrage zu testen oder die Produktion zu finanzieren, Backorders halten einen bewährten Bestseller während eines Lieferengpasses am Laufen.

Fragen

Ist es legal, Artikel als Backorder zu verkaufen?
Grundsätzlich ja, solange du Kunden klar sagst, dass der Artikel nicht vorrätig ist, und ein realistisches Versanddatum nennst. Vielerorts musst du innerhalb der zugesagten Frist liefern oder eine Erstattung anbieten, also prüfe die Regeln in deinen Absatzmärkten.
Wie erlaube ich Backorders bei Shopify?
Aktiviere in den Bestandseinstellungen des Produkts die Option, auch ohne Lagerbestand weiter zu verkaufen. Ergänze dann einen klaren Hinweis zur Versanddauer auf der Produktseite, damit Kunden wissen, dass der Artikel später versendet wird.

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